Rund 150 Milliarden Euro lagern schätzungsweise auf Österreichs Sparkonten – das sind ca. 17.000 Euro pro Einwohner. Wahrscheinlich sind auch einige ausländische Konten dabei. Doch das anonyme Nummernkonto, das besonders bei ausländischen Bürgern beliebt war, wurde schon zur Jahrtausendwende durch die EU-Gesetzgebung verboten.
Trotz alternativer Sparformen wie beispielsweise dem Tagesgeldkonto, ist das Sparkonto noch immer Österreichs beliebteste Geldanlage.

Besser Zinsen sichern - Mit einem Sparkonto
Während klassische Sparbücher die einbezahlten Beträge oft nur mit weniger als 1 Prozent Zinsen p.a. verzinsen, sind Sparkonten rentabler: Die Verzinsung liegt meist, je nach Bank, zwischen 1 und 2 Prozent. Der größte Vorteil der Sparkonten ist die Flexibilität: Es müssen keine Kündigungsfristen eingehalten werden. Der Inhaber des Sparkontos kann jederzeit über sein Geld frei verfügen.
Belässt man die Zinsen auf dem Sparkonto, kann man zusätzlich noch von dem Zinseszinseffekt profitieren: Die Zinsen werden nämlich gleich wieder mitverzinst und erwirtschaften so zusätzliche Rendite. In Österreich bietet beispielsweise die ING-DiBA und die DKB ein Direktsparkonto mit attraktiven Konditionen an.
Ein Sparkonto ist durch die gesetzliche Einlagensicherung eine sichere Form der Geldanlage.
Durch die EU-weite gesetzliche Regelung der Einlagensicherung sind alle Beträge auf Sparkonten bis zu einem maximalen Betrag von 100.000 Euro pro Kunde abgesichert.
Somit ist das Sparkonto gegen jegliche Marktkapriolen gefeit. Zudem sind viele Banken darüber hinaus noch durch eine freiwillige Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds bis in die Millionenhöhe abgesichert (Der exakte Betrag hängt vom jeweiligen Eigenkapital der Bank ab).
Das Tagesgeldkonto ist dem Sparkonto sehr ähnlich. Es wird meist online geführt und die Kontoeröffnung ist meistens kostenlos. Wer gerne eine stattlichere Rendite hätte, der kann zusätzlich noch ein Festgeldkonto eröffnen.
Dies ist stets mit einer fixen Laufzeit verbunden, in der das Geld „fest“ angelegt wird. Während dieses Zeitraums kann nicht auf den einbezahlten Betrag zugegriffen werden. Dabei verzichtet der Anleger zugunsten einer besseren Rentabilität auf die Flexibilität, die beispielsweise Tagesgeldkonto oder Sparkonto gewähren.
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