
Suchen Sie besser nach mehr Sicherheit für Ihr Geld
Der Banken- und Finanzkrise des Jahres 2008 sind viele Finanzinstitute und Banken zum Opfer gefallen. Die Kaupthing Edge Bank war ein prominentes Beispiel. Sie war nicht nur die größte isländische Bank, es waren nur noch fünf andere nordische Banken größer als die Kaupthing Edge Bank. Dieser Finanzdienstleister zeichnete sich nicht nur hohe Umsatz- und Kundenzahlen aus, sondern er gehörte eben zu jenen Banken, die massiv um Einlagen von ausländischen Kunden geworben hatten. Hintergrund dieser Einlagen war, wie bei jeder Bank auch:
Eine gesetzliche Einlagensicherung sollte jede Einlage absichern und damit vor vermeintlichen Ausfällen schützen, die zu keinem Zeitpunkt zuvor vorstellbar waren, und wenn, dann nicht in diesem Ausmaß, wie es letztlich dazu kommen sollte.
Doch die Geschichte lehrte die Bankenwelt etwas anderes und erschütterte das gesamte Finanzwesen weltweit in ihren Grundmauern: Bereits am 09.10.2008 wurde die Kaupthing Edge Bank unter staatliche Kontrolle gestellt. Nur wenige Tage später, am 31.10.2008, wurde seitens der isländischen Finanzaufsicht FME die Zahlungsunfähigkeit der Kaupthing Edge Bank festgestellt. Der klassische Entschädigungsfall, der für diesen Fall vorgesehen ist, begann zu greifen.
Anhand dieses bezeichnenden Beispiels und anhand vieler anderer Beispiele ist die Sicherheit von Spareinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld eine sehr wichtige und vielfach gestellte Frage. Viele Anleger fragen sich zu Recht, wie man das richtige Tagesgeldkonto findet, worauf dabei aus Sicherheitsgründen zu achten ist und worauf der Finanzkunde am ehesten achten muss, damit sein Geld bei einem Tagesgeldkonto sicher ist und sich die Situation „Kaupthing“ nicht andernorts wiederholt.
Ein Tagesgeldkonto, ebenso wie ein Festgeldkonto, ist heutzutage in Deutschland aufgrund der Erfahrungen aus der Banken- und Finanzkrise, speziell seit dem 01.07.2009, durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. Summen bis zu einer Höhe von 50.000 EUR sind hierbei vollständig abgesichert. Diese Summe erhöhte sich mit dem 01.01.2011 auf nunmehr 100.000 EUR pro Einzelsparer. Damit auch Sparkunden eine ausreichende Sicherheit erhalten, deren Sparbetrag über 100.000 EUR hinausgeht, haben die Kreditinstitute die Kundeneinlagen zusätzlich durch diverse freiwillige Sicherungssysteme abgesichert. Wichtig allerdings dabei ist, dass die Bank, bei der der Tagesgeldkunde sein Geld anlegen will, Mitglied im Einlagensicherungsfonds ist.
Dies gilt sowohl für Banken in Deutschland als auch für Banken im europäischen Ausland. Erst wenn die Bank sowohl Mitglied im jeweiligen inländischen Einlagensicherungsfonds ist als auch parallel dazu noch über eine freiwillige Einlagensicherung verfügt, können Einlagen jenseits der Grenze von 100.000 EUR ohne Bedenken angelegt werden. Hinzu kommen noch verschiedene weitere Sicherungsmodelle, die einzelne Banken und Bankenverbände, wie zum Beispiel die Sparkassen, Raiffeisenbanken und Volksbanken eingegangen sind. Diese sichern über einen solidarischen Zusammenhalt die Einlagen der Kunden ab, damit eine Bank nicht mehr in eine finanzielle Schieflage kommen kann. Handelt es sich allerdings um eine ausländische Bank, sollte der Kunde sehr genau darauf achten, welche Sicherungssysteme verwendet werden und vor allem, durch welche Höhe der Einlagensicherung die eigene Anlage abgesichert ist.
Zum Einlagensicherungsfonds in Deutschland zählen zurzeit 181 Banken. Gleichzeitig kann eine Privatperson seit Oktober 2008 darauf vertrauen, dass seine Einlagen unbeschränkte Sicherung durch die Garantie der Bundesregierung erfahren. Konkret bedeutet dies, dass der Bund, sollten alle Sicherungssysteme scheitern oder nicht mehr greifen, jedem Sparkunden garantiert, dass der Einlagensicherungsfonds aus Bundesmitteln gespeist wird und der Kunde seine Einlagen somit vollständig und unbegrenzt abgesichert wissen kann.
Bildquellenangabe: Andrea Damm / pixelio.de
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